Wie entsteht ein Geräusch? Warum berührt uns Musik? Und was passiert, wenn es ganz still wird? Das Projekt „Kopfkino aus dem Klassenraum“ lädt dazu ein, unsere akustische Umwelt neu zu entdecken – neugierig, forschend und im Dialog zwischen Wissenschaft und Grundschule. Im Zentrum steht die Begegnung: Forschende sprechen mit Grundschulkindern über ihre Arbeit, ihre Fragen und ihre Forschungsschwerpunkte. Dabei geht es nicht nur darum, Wissen zu vermitteln – sondern darum, die eigene Forschung erklären zu müssen und sie durch die Perspektive von Kindern neu zu sehen. Das Projekt versteht sich deshalb nicht nur als Wissenschaftsvermittlung, sondern als Inspirationsraum für Wissenschaftler:innen. Die kindliche Perspektive wirkt wie ein Resonanzraum: Sie spiegelt, verdichtet und verschiebt – und kann so neue Impulse für Forschungsfragen und Herangehensweisen geben.
Gemeinsam besuchen Forschende und Kinder wissenschaftliche und technische Ausstellungen sowie Veranstaltungen, etwa in einem Roboterlabor, in einem Technikmuseum oder beim Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Während die Kinder entdecken und fragen, erleben auch die Wissenschaftler:innen ihre eigenen Themen in einem neuen Kontext – als klingende, erfahrbare Realität außerhalb des Labors.
Im Anschluss werden die gesammelten Eindrücke weiterverarbeitet: In einem Tonstudio entstehen aus O-Tönen, Interviews und Klangexperimenten eigene Podcast-Beiträge. Die Kinder werden zu Klangforscher:innen, Interviewer:innen und Erzähler:innen. Sie lernen, bewusst zuzuhören, Fragen zu stellen und ihre Eindrücke kreativ zu gestalten. So entsteht ein Podcast, der Wissenschaft hörbar macht – aus der Perspektive von Kindern, im Austausch mit Forschenden. Das Projekt „Kopfkino aus dem Klassenzimmer?“ verbindet Forschung, kulturelle Bildung und Medienpraxis. Das Projekt schafft Räume für Dialog, fördert Neugier und macht deutlich: Die Welt klingt unterschiedlich – je nachdem, wer zuhört.
Hier findet ihr Informationen über die besuchten Wissenstandorte:
Das Roboterlabor an der Fakultät für Informatik der Otto‑von‑Guericke‑Universität Magdeburg ist ein interdisziplinärer Forschungs- und Experimentierraum, in dem die Zusammenarbeit zwischen Menschen und Robotern erforscht wird.

Ingo Siegert ist Privatdozent an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und forscht hauptsächlich zu künstlicher Intelligenz in Sprachassistenzsystemen. „Hauptsächlich“ ist dabei das Schlüsselwort: als neugieriger, offener und kreativer Mensch lassen sich seine Interessen nicht so knapp zusammenfassen. Gemeinsam denken, Grenzen sprengen und Neues ausprobieren sind für ihn nicht bloß hehre Ziele des wissenschaftlichen Austausches, sondern Grundlage des Forschungsprozesses.
Kontakt: ingo.siegert@ovgu.de

Judith Rosennow arbeitet zu nachhaltiger Luft- und Raumfahrt am DLR Institut für elektrifizierte Luftantriebe sowie der technischen Universität Dresden. Ihr Forschungsschwerpunkt repräsentiert sowohl ihren analytischen Zugang zur Welt als auch ihren inhaltlichen Selbstanspruch, demzufolge Wissenschaft in der Gesellschaft und in die Gesellschaft hinein gedacht werden muss. Das Aufeinandertreffen verschiedenster Hintergründe – persönlicher, wissenschaftsdisziplinärer, kultureller Art - bedeutet für Judith eine ungemeine Bereicherung.
Hier findet ihr die im Projekt „Kopfkino aus dem Klassenraum“ entstandenen Podcasts. In den Folgen gehen Kinder gemeinsam mit Forschenden der Frage nach: Wie klingt die Welt? Aus Gesprächen, Besuchen in Laboren und Ausstellungen, Interviews und eigenen Klangexperimenten entstehen Beiträge, die Wissenschaft hörbar machen – neugierig, kreativ.
Diese Website ist noch in Arbeit.
Die hier dargestellten Podcast-Beiträge dienen derzeit als Platzhalter. Aktuell sind noch keine veröffentlichten Folgen verfügbar. Die Inhalte werden im weiteren Projektverlauf ergänzt und hier veröffentlicht, sobald die ersten Episoden fertiggestellt sind.
Hinter diesem Projekt stehen starke Partner, die an unsere Idee glauben und ihre Umsetzung ermöglichen. Für die finanzielle wie auch ideelle Unterstützung danken wir herzlich:

Der Internationale Bund ist Träger unterschiedlichster Projekte und Einrichtungen der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit. Ganz unterschiedliche Zielgruppen werden gefordert und gefördert, wobei alle Hilfeempfangenden, Diensleistungsnutzenden und Inanspruchnehmenden in ihrer Individualität gesehen und wertgeschätzt werden. Seit seiner Gründung hat der internationale Bund durch dynamische Anpassung an gesellschaftliche Gegebenheiten seine Werte und Ziele verfolgen und vertreten können.

Das DLR ist eine auf wissenschaftliche Spitzenleistung ausgelegte Forschungseinrichtung, die national wie international in den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit arbeitet, forscht, agiert und kooperiert. Ethische Grundsätze, Nachhaltigkeitsgedanken, Verantwortung und Chancengleichheit sind für das DLR sowohl Leitsätze als auch Ziele der Forschung.

Die Volkswagenstiftung fördert als gemeinnützige Stiftung Forschung und Projekte, die dem Allgemeinwohl zugute kommen. Die Bereitschaft zum Risiko und der Mut zum Experiment sind in ihrem Leitbild ein Anspruch, dem sie selbst ebenso sehr nachkommen muss, wie die Projekte die sie fördert. Eins dieser Projekte ist das interdisziplinär orientierte Tandemprojekt Nightscience, das zwei Wissenschaftler:innen aus unterschiedlichen Disziplinen im Austausch miteinander anspricht, um Forschung und Wissenschaft innovativ neu denken zu können. Ingo Siegert und Judith Rosenow helfen sich im Rahmen des Projektes „Kopfkino aus dem Klassenraum“ nicht nur gegenseitig bei der Überwindung ihrer wissenschaftsdisziplinären Grenzen und Vorannahmen, sondern werden dabei auch tatkräftig von den jungen Köpfen der Kinder unterstützt.